SPANIEN

DAS MONSTER VOM EBRO

262 CM | 100. 5KG

MEQUINENZA – WO DIE JAGD BEGANN

Seit Jahren faszinierten uns die Geschichten über die riesigen Welse des spanischen Ebro. Immer wieder fiel dabei ein Name: Mequinenza. Dort, wo der Ebro auf den Río Segre trifft, sollen einige der größten Welse Europas leben. Nach Monaten der Vorbereitung begann genau hier unsere Jagd nach dem Monster vom Ebro.

img 3208

DIE REISE NACH SPANIEN

Unsere Reise begann in München. Mehr als 1.500 Kilometer lagen vor uns. Die Strecke führte uns durch Österreich und Frankreich, bevor wir schließlich Spanien erreichten. Nach einem ersten Zwischenstopp in Barcelona ging es weiter ins Landesinnere nach Mequinenza – an den Ort, an dem unsere eigentliche Expedition beginnen sollte.

Barcelona

Nach unserer Ankunft in Mequinenza übernahmen wir unser kleines Mietboot – kaum drei Meter lang, doch für die nächsten Tage sollte es unser Zuhause auf dem Wasser werden. Stundenlang erkundeten wir den Ebro und suchten nach tiefen Löchern, alten Flussbetten, versunkenen Bäumen und den Bereichen, in denen die größten Welse jagen könnten. Der Fluss bot unzählige Möglichkeiten, aber ebenso viele Hindernisse. Die richtigen Stellen zu finden, wurde zu einem entscheidenden Teil der Herausforderung.

Placeholder
img 2336

DAS BOOT WIRD UNSER ZUHAUSE

Nach unserer Ankunft in Mequinenza übernahmen wir unser kleines Mietboot – kaum drei Meter lang, doch für die nächsten Tage sollte es unser Zuhause auf dem Wasser werden. Stundenlang erkundeten wir den Ebro und suchten nach tiefen Löchern, alten Flussbetten, versunkenen Bäumen und den Bereichen, in denen die größten Welse jagen könnten. Der Fluss bot unzählige Möglichkeiten, aber ebenso viele Hindernisse. Die richtigen Stellen zu finden, wurde zu einem entscheidenden Teil der Herausforderung.

DIE ERSTEN ERFOLGE

Die ersten Stunden am Ebro verlangten viel Geduld. Lange Zeit verging, ohne dass sich auch nur ein Fisch bemerkbar machte. Dann kam endlich der erste Erfolg – ein schöner Schuppenkarpfen. Am nächsten Tag folgte ein kräftiger Zander. Beide waren zwar nicht unser eigentlicher Zielfisch, doch sie bestätigten uns, dass wir am richtigen Ort waren, und gaben uns neue Motivation weiterzumachen.

s1020003

Der erste Erfolg: ein kräftiger Schuppenkarpfen

img 2271

Ein kapitaler Zander aus dem Ebro

ERSTER GROSSER WELS – 1,80 M

Am dritten Tag bog sich plötzlich eine der schweren Wallerruten bis weit ins Handteil. Diesmal gab es keinen Zweifel – ein kräftiger Wels war am Haken. Nach einem langen und fordernden Drill konnten wir den Fisch schließlich ans Boot bringen. Mit 1,80 Metern war er ein beeindruckender Fang und zugleich der Beweis, dass wir den Fischen näherkamen, wegen denen wir an den Ebro gereist waren.

s1020014

DER LETZTE TAG

Am letzten Tag dachten wir bereits ans Einpacken. Am nächsten Morgen sollte die Heimreise beginnen. Dann verschwand plötzlich einer der Schwimmer unter der Wasseroberfläche. Sekunden später explodierte die Rolle förmlich. Fast zwanzig Minuten lang zog der Fisch unser kleines Boot quer über den Ebro. Jede Flucht drohte den Drill zwischen versunkenen Bäumen oder dichtem Kraut zu beenden.

Nach mehr als einer halben Stunde tauchte der Gigant schließlich neben dem Boot auf. Was wir sahen, verschlug uns die Sprache.

img 2969

DER FISCH MEINES LEBENS

262 CM | 100.5 KG

Ein Albino-Wels. 2,62 Meter lang und 100,5 Kilogramm schwer. Sein heller Körper, die rötlichen Flossen und der massive Kopf ließen ihn beinahe unwirklich erscheinen. Nach einigen Erinnerungsfotos setzten wir diesen außergewöhnlichen Fisch vorsichtig wieder in den Ebro zurück. Langsam verschwand er wieder im dunklen Wasser – der Fisch meines Lebens.

EINE REISE, DIE BLEIBT

Am nächsten Morgen begann die lange Heimreise nach Deutschland. Während der Fahrt gingen uns die Tage am Ebro immer wieder durch den Kopf – Barcelona, Mequinenza, die ersten Fänge, die langen Stunden auf dem Wasser und schließlich jener Fisch, wegen dem wir so weit gereist waren. Wir waren nach Spanien gekommen, um das Monster vom Ebro zu suchen. Und am letzten Tag hatten wir es gefunden.

img 3136